1933 machte sich der Schreinermeister Heinrich
Bovensmann selbständig und meldete eine Schreinerei mit Möbelverkauf
und Sargherstellung als Handwerksbetrieb in Schwerte an der Ruhr in
der Brückstraße an. In der Anfangszeit dominierte die Schreinerei
und Kunden bestellten Möbel nach Zeichnungen und Fotos. Särge
wurden vereinzelt auch geliefert und in den ersten Jahren noch selbst
gefertigt. Am Anfang wurden der Sarg mit dem Verstorbenen auf einem
von Pferden gezogenen Leichenwagen transportiert. Die Pferde und der
Wagen waren von einem in Schwerte ansässigen Bauern für
diesen Zweck angemietet worden. Da die meisten Menschen damals noch
in ihren Wohnungen verstarben, wurden sie dort aufgebahrt und am Tag
der Beisetzung führte der Trauerzug von der Wohnung durch die
Stadt zum jeweiligen Friedhof.
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1954 zog die Schreinerei, das Möbel- und Bestattungsgeschäftaus Platzgründen in die Marktstraße um, wo von den sechs
Räumen fünf für die Möbelausstellung benutzt wurden
und ein Raum für die Sargausstellung. Zu dieser Zeit war es noch
üblich, einen Sarg im Schaufenster zu dekorieren. Heinz Otto
Bovensmann, der Sohn des Gründers, arbeitete nach seiner Lehre
zum Schreiner noch zwei Jahre als Geselle in dem Betrieb weiter. Er
besuchte 1959 die einjährige kaufmännische Handelsschule
in Hagen und studierte anschließend an der Möbelfachschule
in Köln (der einzigen Schule dieser Art in Europa). Danach war
er ein Jahr als Abteilungsleiter in einem Iserlohner Möbelhaus
tätig. Zu dieser Zeit erlitt der Senior Heinrich Bovensmann einen
Herzinfarkt und es stand die Entscheidung an, ob das Geschäft
verpachtet oder familiär weitergeführt werden sollte. |
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Heinz Otto Bovensmann |
Heinz Otto Bovensmann stieg in das Geschäft mit ein und man konzentrierte
sich vornehmlich auf die Lieferung vonSärgen und die Abwicklung
der Formalitäten für die Angehörigen von Verstorbenen.
Mit der verstärkten Industrialisierung in den fünfziger
Jahren wurden die schwierig, zeitaufwendig und dadurch in der Kleinstherstellung
teuren Särge von Sargfabriken bezogen. Man befestigte, wie auch
noch heute die Sargfüße selbst, machte die Bohrungen für
die Beschläge, brachte diese an und polsterte die Särge
aus. Damals wie heute sieht Heinz Otto Bovensmann die Beratung der Trauernden
als wichtigste Aufgabe an.
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1963 wurde der Möbelhandel komplett
aufgegeben und die wesentlichen Maschinen der Schreinerei wurden 1964
verkauft. 1966 folgte dann der Umzug von der Marktstraße zur
Rathausstraße 26, wo Bestattungen Bovensmann auch heute noch
sein Geschäft betreibt.
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Seit 1974 wird Bestattungen Bovensmann von
Heinz Otto Bovensmann selbständig geleitet, der es zu einem umfangreichen
Dienstleistungsunternehmen der Bestattungsbranche ausgebaut hat. In
diesem Jahr legte er auch die Prüfung zum fachgeprüften
Bestatter ab.
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Sascha Bovensmann |
Nach erfolgreichem Abschluß seines betriebswirtschaftlichen
Studiums stieg Sohn Sascha Bovensmann 1998 in das Unternehmen ein.
Zuvor hatte er in seiner Diplomarbeit mit dem Thema "Strategische
Neuausrichtung eines Bestattungsunternehmens" den elterlichen
Betrieb methodisch analysiert. Seit seinem Einstieg ist das Leistungsprogramm
des Bestattungshauses kontinuierlich erweitert und verbessert worden.
So hat das Bestattungshaus mittlerweile eigene Abschiedsräume,
erstellt den Trauerdruck selbst und bietet Grabsteine an. Es wird
das Konzept "alles aus einer Hand" verfolgt, um den Angehörigen
so in den Stunden der Trauer möglichst viel abzunehmen.
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Urkundenübergabe |
Im Jahr 2001 legte Sascha Bovensmann die neue bundeseinheitliche
Prüfung zum "geprüfter Bestatter" ab.
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Im April 2002 absolviert Sascha Bovensmann
die Fortbildung zum Bestattungsmeister (Funeral Master). Sascha Bovensmann
ist damit der erste Bestattungsmeister im Kreis Unna.
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| Das 70-jährige Bestehen wird 2003 gefeiert. Die Geschäftsführung geht von Heinz Otto auf Sascha Bovensmann
über. |
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2009 Eröffnung Schwertes Haus des Abschieds
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